DER FOTOGRAF - Helmut Hirler

Helmut Hirler, geboren 1954, steht in einer ungebrochenen Tradition mutiger Pioniere, deren Ziel es durch die Jahrhunderte war, das Fremde und Schöne der Erde zu beschreiben. 1973 schloß Helmut Hirler seine Ausbildung zum Fotografen ab. 1978 trat er in die Meisterklasse an der Bayrischen Staatslehranstalt für Photographie ein. Seit 1979 ist Hirler als Technischer Lehrer für Photographie an der Gewerblichen Schule in Bad Saulgau tätig.

Der Fotograf Hirler erzählt in Panoramabildern von seinen langen, einsamen Touren. Oft zieht es ihn in südliche Gefilde, die asiatisch-pazifische Region ist eines seiner Hauptziele. Aber auch den Waldlandschaften seiner süddeutschen Heimat gibt er Raum; fast gleich den großen Wüsten, versteckten Flusstälern und ehrwürdigen asiatischen Tempelanlagen in seinem Werk, das mit regelmäßigen Ausstellungen, Buch- und Kalendereditionen 
geehrt wird.
Strecken, die heute für den weltgewandten Fotografen Helmut Hirler eher kurz sind, etwa vom heimatlichen Allgäu zu den Burgen Spaniens, legt er mit dem Motorrad zurück, die Panoramakamera im Rucksack. Doch auch die immer neue Suche nach weit entlegenen Natur- und Kulturlandschaften reizt ihn.

Einen weiteren Anker seines Lebens und Schaffens hat Helmut Hirler in Neuseeland geworfen, seine Bilder werden auch hier von hochrangigen Galerien gezeigt. Der wahre Grund seiner Liebe zu Neuseeland liegt aber nicht nur im Erfolg, sondern auch im Naturell des Künstlers: Er beschreibt als das Beste an einem "Jahrhunderttag" mit der Kamera unter freiem Himmel, dass er allein war, "kein Mensch weit und breit."

Für seine fotografischen Reisen in neue Gefilde nimmt sich Helmut Hirler viel Zeit. Im Gepäck hat Helmut Hirler eine besondere Kamera. Die schwere Technorama mit dem Negativformat 6x17 cm bannt  Bilder in kaum zu übertreffender Brillanz auf den Schwarzweiss-Film, gerade mal vier Aufnahmen pro Rolle. Oft verwendet er Infrarotmaterial und ausgefeilte Filterkombinationen, um den Landschaften die stark empfundene Dramatik wiederzugeben. So überhöht Hirler die Begegnung mit der Natur in seinen Aufnahmen, führt den Dialog in der Dunkelkammer fort und übergibt das in feinsten Grautönen ausgearbeitete Bild erst dann, wenn es wirklich spricht.

(Text gekürzt von Horst Kloever für die LUMAS Galerien.)


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