UV/IR-Sperrfilter

UV/IR-Sperrfilter


UV/IR-Sperrfilter
Die UV/IR-Sperrfilter unterscheiden sich durch eine spezielle Wirkungsweise von allen anderen Rodenstock-Filtern: sie blockieren sowohl UV- als auch Infrarotstrahlung nicht durch Absorption im Glas (wie z.B. die reinen UV-Sperrfilter), sondern mit einer dielektrische Mehrfachbeschichtung durch Interferenz. Sie werden nur für die Digitalfotografie benötigt, weil Filme (außer speziellen IR-Filmen) für IR-Strahlung so gut wie unempfindlich sind. Doch CCD- und CMOS-Sensoren sind sowohl etwas für UV- als auch in relativ hohem Maße für IR-Strahlung empfindlich, sogar noch mehr als für das sichtbare Licht. Deshalb wird dem Sensor entweder hinter dem Schutzglas ein IR-Sperrfilter vorgeschaltet oder das Schutzglas zugleich als IR-Sperrfilter ausgebildet. Doch erfahrungsgemäß reicht dessen Sperrwirkung bei hoher IR-Belastung oft nicht aus. Stärkere IR-Strahlung führt dann zu Farbverfälschungen, Kontrastverlust und wegen der nicht für den Infrarotbereich korrigierten Objektive zu Unschärfe.

Aus diesem Grund empfiehlt sich in kritischen Situationen die Verwendung eines hocheffektiven UV/IR-Sperrfilters zusätzlich vor dem Kameraobjektiv. Seine Wirkung ist nicht durch digitale Bildbearbeitung nachträglich ersetzbar.

Weil sich das Rodenstock-UV/IR-Sperrfilter bis auf minimale Abschwächung von Violett und sehr langwelligem Rot nicht auf die Farben des sichtbaren Lichts auswirkt, kann es ständig auf dem Objektiv bleiben und auch als mechanischer Frontlinsenschutz dienen. Darüber hinaus hilft es bei astronomischen Aufnahmen mit Fotoobjektiven oder auch Teleskopen, schärfere Sternabbildungen zu erzielen und Farbsäume abzuschwächen.

Die UV/IR-Sperrfilter sind in Normalfassung von 27 mm bis 82 mm (ausgenommen: 30 mm, 39 mm und 60 mm) lieferbar. Sie haben vorn ein Innengewinde gleicher Größe wie ihr Anschraub-Außengewinde, damit ein weiteres Filter oder die Streulichtblende aufgeschraubt werden kann.