HR Digaron-W

HR Digaron-W 40mm

HR Digaron-W
Die Pixelgröße digitaler Sensoren läßt sich ohne Zunahme des Bildrauschens und Abnahme der Dynamik nicht beliebig verkleinern. Deshalb wurden zur Erzielung höchster Auflösung (derzeit bis ca. 60 Megapixel) größere Sensoren für professionelle Digitalrückteile entwickelt. Die für kleinere Sensoren konzipierten Digitalobjektive mit Bildkreisen um 70 mm erlauben aber bei den ganz großen Sensoren fast keine Kameraverstellungen mehr. Daher wurde die neue Rodenstock-Objektivserie HR Digaron-W mit Bildkreisen ab 90 mm und extrem hoher Auflösung nahe der Beugungsgrenze entwickelt. Auch bei diesen Objektiven sollte, wenn immer möglich, die Scheimpflug-Schwenkung zur Steigerung der Schärfentiefe genutzt werden. Dann ist keine so starke Abblendung nötig, was die unerwünschte Reduzierung der Schärfe durch Beugung verhindert.

Die Objektivserie HR Digaron-W umfaßt derzeit die Brennweiten 32 mm, 40 mm, 50 mm, 70 mm und 90 mm (die letztgenannten beiden Objektive trugen bisher den Namen Apo-Sironar digital, entsprachen aber bereits dem anspruchsvollen neuen Konzept und wurden jetzt in HR Digaron-W umbenannt). Wie die MTF-Kurven beweisen, die wir jetzt bis zu 80 Linienpaaren pro Millimeter angeben, stehen die Objektive dieser neuen Serie denen der überragenden Serie HR Digaron-S kaum nach, obwohl ihr für die größeren Sensorformate konzipierter Bildkreis deutlich größer ist. Auch hier tragen verbesserte Bildfeldebnung und Berücksichtigung der optischen Wirkung des Sensor-Schutzglases in der Optikrechnung wesentlich zu der exzellenten, fast beugungsbegrenzten Abbildung bei. Das betrifft vor allem die Behebung des Astigmatismus sowie der sphärischen und chromatischen Aberration. Auf die Glassorten abgestimmte Hi-Tech-Mehrschichtvergütung sorgt für höchste Transmission, exzellenten Kontrast sowie Reflex- und Streulichtfreiheit.

Das Weitwinkelobjektiv HR Digaron-W 40 mm f/4 entspricht beim Sensorformat 37x49 mm im Bildwinkel einem 28-mm-Objektiv für das Kleinbildformat und beim Sensorformat 40x54 mm sogar einem 26-mm-Objektiv. Seine Schnittweite von ca. 25 mm bietet Freiraum zwischen der hinteren Fassung und dem Sensor zum Verschwenken, ohne am Sensor oder an der Rückteilstandarte anzustoßen. Das Auflagemaß von ca. 70 mm läßt bei allen Fachkameras das Fokussieren auf unendlich mit flacher Objektivplatte zu, was das Einstellen von Blende und Verschlußzeit erleichtert und die Verwendung des Rollei-Electronic-Verschlusses erlaubt. Das Retrofokus-Design führt im Randbereich zu weniger schrägem Lichteinfall. Das verhindert bei Sensoren mit Mikrolinsen einen sonst unvermeidbaren zusätzlichen Helligkeitsabfall.

Weitere Brennweiten sind in Vorbereitung.